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Die Insel Mallorca


Geographie

Man sollte nicht annehmen, dass Mallorca blos, weil es als Ganzes auf eine Karte passt, auch in der Realität eine kleine Insel ist. Zwar wird die Flächenangabe 3640 km² den wenigsten eine vorstellbare Größe sein, die Ausmaße in der Länge und Breite sind sicher verständlicher: maximala Länge - ca. 100 Kilometer, maximale Breite - ca. 80 km. Man braucht also schon ein Weilchen, um die ganze Insel zu erkunden. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, den Urlaub auf Mallorca dazu zu nutzen, die ein oder andere geographische Sehenswürdigkeit aufzusuchen.
Denn landschaftlich hat Mallorca so einiges zu bieten. Besonders das Tramunta-Gebirge, das sich im Westen der Insel erstreckt, lockt mit imposanten Aussichten in reizvoller Gebirgslandschaft. Mit Höhen über 1000 Meter (max. 1447 m Puij Major) kommen fast Hochgebirgsgfühle auf.
Die zentrale Ebene breitet sich, wie der Name schon sagt, im Zentrum Mallorcas aus. Hier befinden sich unzählige kleine und größere Fincas, auf deren Ländereien zahlreiche landwirtschafliche Produkte angebaut werden.
Im Osten befindet ein weiterer, kleinerer Gebirgszug, die Serres de Llevant. Sie sind nur etwa 400-500 Meter hoch.

Kulturelles und Architektur

Mallorca blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die von den verschiedensten kulturellen Einflüssen geprägt wurde. Lange Zeit herrschten die Römer, später die Mauren über die Insel, bis sie im 13. Jahrhundert von der Spanischen Krone zurückerobert wurde.
Die zentrale Lage Mallorcas im Mittelmeer lockte auch immer wieder Piraten an, die hier des Öftern plünderten und auch Stützpunkte anlegten.
Auch heute noch findet man Zeugnisse dieser bewegten Zeiten, vor allem in weniger touristisch gepräägten Orten Mallorcas. Von den Römern ist allerdings nur wenig Offensichtliches zurückgeblieben. So zum Beispiel, die Pont Romà bei Pollensa. Die maurischen Einflüsse sind auch an der Architektur einiger historischer Gebäude noch zu entdecken. Doch auch die Technik der Terrassenkultivierung wurde durch die Mauren eingeführt. Die Seeräuber haben die mallorquinischen Städte insofern beeinflusst, dass deren Bewohner, um sich vor den ständigen Angriffen zu schützen, teils sehr wehrhafte, fensterlose Gebäude errichteten. Insbesondere an alten Kirchen in küstennahen Orten ist dies oftmals ein sehr auffälliges Charakteristikum. Teils sind aber auch ganze Dörfer und alte Stadtkerne durch enge, fast fensterlose Gassen gekennzeichnet.
Der neuerlichen Einfluss des Massentourismus, der in den 1960er Jahren massiv einsetzte, ist wohl das augenscheinlichste Merkmal des heutigen Erscheinungsbildes Mallorcas. Fast überall, wo es einst einen einigermaßen passabler Sandstrand gab, sind Hotelburgen aus dem Boden gestampft worden. Lange lief dieser Bauboom fast gänzlich unkontrolliert ab, so dass vielerorts keine Rücksicht auf den Erhalt der landschaftlichen und historischen Attraktivität gelegt wurde.
Diese Zeiten klingen zwar langsam aus, denn heute strebt Mallorcas Regierung einen qualitativ hochwertigen Tourismus an, doch die Bausünden der Vergangenheit werden sicherlich noch lange erhalten bleiben. Vereinzelt wurden auch schon erste Rückbaumaßnahmen realisiert. Dieses Umdenken war auch dringend geboten, denn ansonsten hätte die Insel über kurz oder lang die Grundlage ihrer touristischen Anziehungskraft, ihre ureigene Attraktivität, gänzlich verloren.

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